WIND
Ich muss es jetzt mal sagen, und es tut mir wirklich leid, das so hart zu tun J -  aber für diesen Blogartikel muss es mal sein: Ich hasse Wind. Wirklich.
Als Fotograf und als Mensch. Wie geht Euch das?
Ich könnte niemals an der Küste leben, ich glaube, ich würde irgendwann durchdrehen bei dem ewigen Wind.
Aus fotografischer Sicht ist Wind zu 95 Prozent einfach nur ein Störenfried. Wie oft bin ich schon am Boden gekauert, Makro-Objektiv vor einem kleinen Blümchen/kleinen Insekt/kleinem Irgendwas – und habe den Wind bei jedem zweiten Atemzug verflucht. Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass man solche Makro-Aufnahmen ja nicht unbedingt bei windigem Wetter machen muss, aber ich rede hier ja gar nicht von Orkanstärke – oder auch nur wirklich fühlbarem Wind. Das Buschwindröschen neigt sich ja schon beim winzigsten Luftzug zur Seite. Die Spinne ist – husch – schon bei einer Mini-Bö wieder weg aus ihrem Netz.
Dazu kommt die Komponente, dass Wind in Deutschland – bis auf wenige Ausnahmen im Sommer – ja immer kalt ist. Eiskalt. Zermürbend kalt. Da werden eigentlich schöne Wintertage beim Aufenthalt in der Natur fast zum unerträglichen Martyrium, da die tatsächlichen 2 Grad sich durch die Luftbewegungen aus dem Osten anfühlen wie minus 12. Wind kühlt einen rascher aus als die Kälte an sich.
Aber dann – dann gibt es da noch die 5 Prozent. Die 5 Prozent, die Wind in der Fotografie zu einem Werkzeug machen. Der Wind als Komponente im Foto, als Gestalter. Für Wellen auf der Wasseroberfläche – für bewegtes Gras, für raschelndes Laub und stürmisch schwankende Bäume. Das muss man nutzen und sich mit dem Wind versöhnen. Und in der kommenden Jahreszeit bin ich bestimmt auch mal froh um den einen oder anderen Lufthauch.
In den unten gezeigten Bildern hat ein bestimmtes Motiv (mit ein paar Bildern) erst durch den Wind den gewünschten Effekt erhalten – könnt Ihr raten, welches es ist?

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